Zahngesunde Ernährung

Welche Ernährung ist gesund für die Zähne?

Unsere Nahrungsmittel beeinflussen nicht nur unsere Wohlbefinden im Allgemeinen, sondern wirken sich vor allem auf die Gesundheit und das Aussehen unsere Zähne aus! Eine vollwertige Ernährung ist somit wichtig für unsere Mundgesundheit. Kauintensive Lebensmittel wie Vollkornbrot, Müsli, Rohkost und Obst fördern die Durchblutung des Zahnfleischs und den Speichelfluss – dieser spült Bakterien weg und versorgt die Zähne mit wichtigen Mineralien. Die Zahnheilkunde empfiehlt dazu für gesunde Zähne auf zuckerhaltige Lebensmittel wie Süßigkeiten, Limonaden und Weißmehlprodukte zu verzichten.

Top 10 Nahrungsmittel für schöne Zähne

Zahngesunde

Grüner Tee

Grüntee enthält Fluorid und stärkt den Zahnschmelz. Zudem hemmen die Gerbstoffe im Tee die Bildung von Kariesbakterien – und ungesüßt(!) hilft er gegen Mundgeruch. Dank den enthaltenen Polyphenole kann grüner Tee darüber hinaus die Produktion von Säure hemmen und Zahnfleischentzündungen reduzieren. Tee trinken macht somit nicht nur schöne Haut und Haare, sondern auch unsere Zähne!

Gemüse

Gemüse, wie z.B. Karotten, Sellerie und Paprika, sind besonders zahnfreundlich, da sie wenig Säure enthalten. Ähnlich wie Früchte sind diese reich an Vitamin C, welches den Erneuerungs- und Wachstumsprozess der Mundschleimhaut unterstützt. Am Besten roh und faserreich hat es den Nebeneffekt, den Speichelfluss durch intensives Kauen anzuregen und somit das Zahnbett zu kräftigen. Die Pflanzenfasern reinigen darüber hinaus ganz nebenbei auch noch die Zahnzwischenräume.
Doch nicht alle Bestandteile einer gesunden Ernährung sind auch gut für unsere Zähne. Ebenso wie Spinat enthalten z. B. Rhabarber und Mangold Oxalsäure. Diese Säure bindet sich an Kalzium, das sie dem Zahnschmelz entzieht. Spinat mit einem Klecks kalziumreicher, fetter Sahne oder Créme fraîche ist somit nicht nur Geschmackssache – sondern Zahnschutz!

Vollkornbrot

Die raue Oberfläche grob geschroteter Körner wirkt wie eine Zahnbürste, wodurch Vollkornbrot während des Kauens Beläge (Plaque) mitnimmt. Ebenso wie Rohkost stärkt auch der Verzehr von festem Vollkornbrot Dein Zahnbett und fördert den Speichelfluss. Die Feuchte trägt noch dazu durch die Neutralisation von Säuren zur Zahngesundheit bei.

Speisesalz

Fluoridhaltiges Speisesalz mineralisiert die Zähne und schützt vor Säure und Bakterien und somit den Zahnschmelz. Salz verringert die Bildung von Plaque auf den Zähnen und hemmt den Stoffwechsel der Bakterien. Seit seiner Zulassung für Privathaushalte im Jahre 1991 hat „Jodsalz mit Fluorid“ wesentlich zum Rückgang von Karies beigetragen!

Milchprodukte

Ungesüßter Quark, Naturjoghurt und Kefir sind zahnfreundlich, weil sie viel Kalzium enthalten. Der Mineralstoff kräftigt den Zahnschmelz. Noch besser ist jedoch Käse, da er beim Kauen die Zähne mit einer fettigen Schutzschicht überzieht, die die sauren pH-Werte im Mund neutralisiert. Er besteht aus dem Protein Kasein und den Mineralstoffen Kalzium und Phosphat. Diese verhindern das Auflösen und können die Minerale des Zahnschmelzes ersetzen. Da er allerdings ebenso gerne an den Zähnen haften bleibt wie Honig, Banane und andere klebrige Lebensmittel, heißt es: gut Kauen und Schlucken!

Stilles Wasser

Wie eine Spülung entfernt Wasser Speisereste und verdünnt die Säuren. Da das direkte Zähneputzen nach dem Essen, vor allem nach säurehaltigen Speisen und Getränken, nicht empfohlen wird, hilft ein großer Schluck Wasser um durchzuspülen!

Zuckerfreie Kaugummis

Zugegeben, kein richtiges Nahrungsmittel, doch dennoch hilfreich. Da sie den Speichel anregen, können sie als Säure-Neutralisierer nach dem Essen dienen. Natürlich zuckerfrei, versteht sich, reinigen sie die Zahnzwischenräume und balancieren die Mundflora aus. Besonders Zahnpflegekaugummis mit Xylitol (Zuckeraustauschstoff) reinigen besonders gut.

Obst

„One apple a day keeps the doctor away!“ – in unserem Fall den Zahnarzt, denn Äpfel sind „die Zahnbürste der Natur“. Sie reinigen die Zähne grob von Belägen und regen den Speichelfluss an, doch sollten sie nicht als abendlicher Zahnbürstenersatz genutzt werden – Fruchtzucker und Säure können bei übermäßigem Konsum den Zahnschmelz angreifen!
Erdbeeren können die Zähne zwar nicht gesünder machen – dafür aber weißer! Sie enthalten ein Enzym, das wie ein Bleichmittel (siehe hierzu Whitening) wirkt. Darüber hinaus „rubbeln“ die kleinen Kerne Belag von den Zähnen.

Hülsenfrüchte

Linsen, Erbsen und Bohnen sind reich an Fluorid und Kalzium. Beide Substanzen fördern die Remineralisierung des Zahnschmelzes. Fluorid stört zudem den Stoffwechsel zahnschädigender Bakterien im Mund. Neben klassischen Eintöpfen kann man sie auch als Bratlinge, Brotaufstriche oder als Püree in den Speiseplan mit aufnehmen.

Nüsse

Vollwertkost hat zwei Vorteile: Zum einen enthält sie keinen einfachen, für Kariesbakterien leicht verwertbaren Zucker, zum anderen bekommen Zähne und Kiefermuskulatur kräftig etwas zu tun. Ein prima Training, das ebenso die Speichelproduktion anregt und das Zahnfleisch stärkt. Somit vielleicht mal öfter Nüsse, statt Gummibärchen, naschen?

Zusammengefasst: Was ist zahngesunde Ernährung?

Säure ist der Feind gesunder Zähne. Direkt aus säurehaltigen Lebensmitteln, einschließlich Obst und Fruchtsäften oder Bakterien produziert, welchen Zucker prima als Lebensgrundlage dient, beeinträchtigt Säure die Zahngesundheit. Echte Zahn-Freunde sind hingegen Lebensmittel, die Säure neutralisieren und voller Mineralstoffe stecken. Sie reparieren und stärken den Zahnschmelz und fördern die Speichelproduktion. Somit bestätigt sich in der Praxis einmal mehr: weniger Schokolade und Mineralwasser – dafür mehr Rohkost und Tee.

Wenn Du noch Fragen zu zahngesunder Ernährung und ausgewogenen Lebensmitteln hast, nimm doch mal Kontakt zu Deinem Zahnarzt auf!

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